Julian

Erfahrung als Microstock Fotograf

Heute gibt es mal einen Beitrag der sich explizit an Fotografen richtet. Alle anderen Leser können vielleicht mit den Zahlen etwas anfangen, aber können wohl wenig mit der Thematik des Micro Stock anfangen.

Zoonar

Im Jahr 2009 habe ich mich entschieden gehabt meine Bilder auch in Bildagenturen anzubieten. Angefangen hat alles mit der Bildagentur Zoonar, dort habe ich meine ersten Erfahrungen gemacht, Bilder hochladen, verschlagworten, Kategorien einsortieren. Eben alles was man für seine Fotos macht wenn man diese in Agenturen anbietet.

Fotolia

Als zweite Agentur kam dann Fotolia dazu. Hier hatte ich auch gleichzeitig meine ersten Verkäufe und auch ohne Frage den schnellsten Wachstum an Einkommen. Nein, reich bin ich davon nicht geworden. Es war viel mehr die Anerkennung das Kunden meine Bilder so gut finden um dafür Geld auszugeben.

Am Beispiel von Fotolia möchte ich euch einmal zeigen was man machen kann und was ich als Erfahrungen daraus mitgenommen habe.

Grafisch gezeichnet mein Verdienst an Credits.
Und nochmal in klaren Zahlen verpackt.

Verdienst ab 2009 bei Fotolia

Alles in allem seht ihr das ich von 2009 – 2014 Credits im Wert von 203,28€ verdient habe. Nur bei Fotolia und ab 2012 auch ohne neue Uploads. Ich habe in der Zeit von 2009 – 2012 ca. 600 Fotos online gehabt. Am Anfang natürlich weniger und ab 2012 habe ich keine neuen Uploads gemacht. Zu dem Zeitpunkt wollte ich einfach schauen was passiert wenn man keine neuen Fotos mehr schickt. Verschwindet das Portfolio in der Versenkung oder geht es einfach so weiter.

Leider muss ich sagen, damals ist mein Portfolio in den zwei weiteren Jahren extrem abgesackt. Von fast 80€ im besten Jahr 2012, ging es dann runter bis ich Anfang 2014 die Reißleine gezogen habe und mein Portfolio erstmal gelöscht habe.

Ich vermute das ich in 2014 ca. 50 – 75% von 2013 hätte erreicht, wenn ich es hätte weiterlaufen lassen.

Portfolio Zusammensetzung

Mein Portfolio war bunt gemischt, alles Motive aus dem Alltag, der Anteil an Personenbildern war aber extrem klein (ca. 3%). Außerdem habe ich nicht explizit für Microstock fotografiert. Ich habe immer nach Fototouren sortiert, was könnte gut in Microstock gehen. Das ist aber im Nachhinein nicht der Weg wie es funktioniert.

Alles in allem habe ich 228 Lizenzen verkaufen können bei Fotolia, dies macht einen Ertrag von knapp 0,90€ pro Foto. Deutlich weniger als ich bei mancher anderen Agentur bekomme, dafür aber ist die Stückzahl gut.

Bei Clipdealer die ein relativ großes Deutschsprachiges Publikum haben bekomme ich im Schnitt fast das doppelte davon.

Neustart

Trotzdem habe ich wieder angefangen jetzt 2016 meine Bilder wieder in Agenturen zu laden, ich möchte testen ob sich Landschaft & Natur immer noch ähnlich gut verkaufen oder ob es noch schwerer geworden ist.

Auch die veränderten Kommissionen bei vielen Agenturen machen es nicht leichter an alte Zeiten nahtlos anzuknüpfen.

Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Was ist euer Fazit wenn ihr länger dabei seid und nicht davon Leben müsst oder wollt? Macht ihr weiter? Wenn ja warum, wenn nein, warum nicht? Ich bin gespannt auf eure Kommentare.

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